Wappen der Rösrather Partnerstädte

Städtepartnerschaft Rösrath


Pressespiegel 2014

Bergische Landeszeitung – Samstag, 31. Mai 2014 – Seite 50

Ausstellung mit Appetit
"Mit Essen spielt man nicht": Kunst in Haus Stade von zehn Künstlern aus Rösrath und Frankreich

Rösrath. Es geht um Essen in allen Facetten. Ob eine "Burg" aus geschmolzener Zuckerwatte von Mieke Vasse, Türme aus Pizzaschachteln ("Türme des Wohlstands") von Heike Kehres-Woost oder Lollipops, groß wie Verkehrsschilder, von A.L. Tony und Totempfähle von Francis Pages, die an die Tiere erinnern, die wir essen. Es sind nur einige der Kunstwerke, die seit fünf Tagen auf dem Gelände von Haus Stade von zehn Künstler aus Rösrath und Frankreich rund um das Thema unter der Überschrift "Mit Essen spielt man nicht" entstanden. Dafür wird auch schon mal - wie bei Dirk Müller - zur Kettensäge gegriffen. "Wir arbeiten, sprechen, essen miteinander", erzählt Ulrike Oeter über die Arbeit des Experimentalworkshops "Eat Art".

Es geht nicht nur um Sinnenfreude, auch um gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Fragen oder Probleme wie die Überernährung - zu sehen ist dazu ein "Fat Boy". Auch das Thema "Essen und Religion" wird künstlerisch umgesetzt. Die Rösrather Künstler, neben Ulrike Oeter, Müller und Kehres-Woost auch Hans Günter Blau und Caesarius Volberg, haben Kollegen aus Pays de Gallie, der französischen Partnerstadt, eingeladen. Es ist eine Gegeneinladung. Vor drei Jahren waren einige der angereisten Künstler in Chavenay Gastgeber eines Projekts, bei dem es um öffentliche Waschhäuser ging ("Les Lavoirs").

Die jetzige Ausstellung auf dem Gelände und mit Unterstützung von Haus Stade - die Firma Netempire als Besitzer nutzt die alte Schreibweise "Staade" - ist nur am heutigen Samstag (Hoffnungsthal, Lüghauser Straße 16) zu sehen. "Auch für uns ist die Ausstellung etwas Besonderes", sagt Kim Bauer aus dem Netempire-Vorstand zu dem Projekt. Sonntag mit Abreise der französischen Gäste ist alles vorbei. "Vernissage und Finissage in einem", meint Ulrike Oeter. Ab 16 Uhr beginnt die Ausstellung mit Begrüßung durch Kurt Küsgen, Beauftragter der Stadt für die Städtepartnerschaft. Skizzen zur Ess-Kunst steuert Rolf Hinterecker bei. Zu sehen ist die Ausstellung in einer der Remisen und einer Halle. Aber auch im Außenbereich kommen die Besucher auf ihre Kosten. Dazu lockt noch ein üppiges Kunst-Bankett.

Allen Interessierten steht vor dem Kunstgenuss allerdings ein kleiner Spaziergang bevor. Auf dem Gelände selbst kann nicht geparkt werden. Parkplätze gibt es aber rund um den nahen Bahnhof Hoffnungsthal. (tf)





A.L. Tony mit Lollipop


Anmerkung:
Wir bedanken uns bei der "Bergischen Landeszeitung" für die freundliche Unterstützung unseres Pressespiegels.