Wappen der Rösrather Partnerstädte

Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 1. Ausgabe 2004

Geschichte einer herzlichen Freundschaft

Das Tambourkorps Blau-Weiß Rösrath mit ihrem Tambourmajor Paul Müller und der Vorsitzende des Festausschusses der Stadt Veurne/Westflandern Paul De Brandere warfen gemeinsam den Stein ins Wasser, der mit seinen Wellen die Menschen in Rösrath und in Veurne berührte und verbunden hat. Im Jahre 1964 spielte das Rösrather Tambourkorps zum ersten Mal bei dem Festzug aus Anlass des traditionellen Oogstfestes in Veurne auf. Das Oogstfest findet jedes Jahr am 15. August, Fest Mariä Himmelfahrt, statt. Unser Tambourkorps spielte sich in einer Vielzahl von Folgejahren in die Herzen der Veurner Bevölkerung. Paul Müller und Paul De Brabandere verstanden sich ausgezeichnet und wurden Freunde.

Und so kam es dann, dass Anfang der 70er Jahre ein oder zwei Busse mit Veurner Bürger und Bürgerinnen nach Rösrath zu Besuch kamen. Diese Fahrzeuge hatten an gut sichtbarer Stelle Plakate befestigt, auf denen zwei Hände zu sehen waren, die sich zum Händedruck vereinigten. Außerdem trugen die Schilder den Aufdruck "Freundschaft": Wir in Rösrath waren freudig überrascht. Gespräche mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt Veurne Joseph van Hee und dem Vorsitzenden des Festausschusses Paul De Brabandere ließen deutlich erkennen, dass Veurne eine Partnerschaft mit Rösrath anstrebte.

Nach Beratungen im Gemeinderat beschloss der Rat einstimmig, einen Partnerschaftsvertrag mit Veurne zu schließen. Der damalige Bürgermeister Siegfried Tews und Gemeindedirektor Erwin Schiffbauer waren von der Rösrather Seite mit der Ausarbeitung des Partnerschaftsvertrages beauftragt. Nachdem auch der Veurner Stadtrat dem Vertrag freudig zugestimmt hatte, konnte die Urkunde am 14. August 1974 in Veurne und am 4. Oktober 1974 in Rösrath unterschrieben werden.

Jetzt galt es, den Text der Urkunde mit Leben zu füllen. Und dies geschah auch. Die jeweiligen Bürgermeister von Veurne und Rösrath besuchten sich gegenseitig. Mit dabei waren stets einige Ratsmitglieder der beiden Gemeinwesen, Gesangvereine, Sportvereine, Schützenvereine, Jugendgruppen, Musikvereine, Künstler, Ratsfraktionen usw.. In den meisten Fällen waren die Besuche der offiziellen Vertreter mit dem Besuch eines Gottesdienstes verbunden. Besonders wichtig war der Besuch der Familien aus Veurne und Rösrath in ihrer Partnerstadt. Es entstanden viele persönliche Freundschaften, die bis heute Bestand haben.

Es ging sogar so weit, dass eines Tages der Vorsitzende des Veurner Festausschusses Paul Oe Brabandere nach Rösrath kam mit dem Vorschlag, eine Rösratherin solle eine der beiden Hofdamen der Erntekönigin beim Oogstfest in Veurne sein. So kam meine Tochter Christel zu der Ehre, die ihr sichtlich Spaß machte. So wollen wir dankbar sein für dreißig Jahre guter Partnerschaft mit Veurne und bitten unseren Herrgott um seinen Segen für viele weitere Jahre der verbindenden Freundschaft.
Karlheinz Krakau

  


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Christel Krakau als Hofdame