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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 4. Ausgabe Mai 2005

Jugend in der Städtepartnerschaft Interview mit Holger Wondratschek, Leiter des neuen Arbeitskreises

Herr Wondratschek, Sie haben zusammen mit Frau Kohlgrüber und Frau Müller-Daiker viele interessante Ideen entwickelt, wie man die Begegnungen der Jugend attraktiv gestalten kann.

Schon in unserem ersten Gespräch kamen wir in einem Punkt sehr schnell überein: ein attraktives Angebot gestaltet sich vor allem durch die Komponente "Spaß". Jugendliche, so meine Erfahrung, sind insbesondere für Projekte zu begeistern, die vielfältig erfahrbar sind. Ein einfaches Beispiel sind Sport-Events, die durch die eigene Teilnahme und den möglichen Erfolg zu besonderen Leistungen anspornen.

Wie sieht Ihre Planung aus?

Ziel ist, für das kommende Jahr die ersten Projekte mit den Partnern aus Frankreich und Belgien durchzuführen, die in den Jahresrhythmus integriert werden können und sie sollen zu einem festen und wiederkehrenden Erlebnis im Leben der Stadt Rösrath werden.

Sie denken dabei sicher an das so erfolgreiche Angebot des Jugendzentrums, das Sie in Rösrath leiten, die alljährlich stattfindende Stadtranderholung?

Ja, diese Ferienaktion hat Tradition, sie findet seit 1982 statt und ist, so die Stimmen vieler Eltern und Kinder, nicht mehr aus der Angebotsstruktur der Jugendarbeit in Rösrath wegzudenken. So soll es auch mit den Projekten des Arbeitskreises werden. Im Hinblick darauf gilt es, bestehende Kontakte zu verfestigen und neue engagierte Personen aus den jeweiligen Regionen für den europäischen Jugend-Gedanken zu gewinnen. Erst eine breite Etablierung wird zu vielversprechenden Ergebnissen führen.

Nun zu Ihrer Person. Dass Sie der Leiter des Jugendzentrums Rösrath sind, habe ich schon erwähnt. Wir möchten Sie auch "privat" kennenlernen.

Ich denke, der berufliche Holger Wondratschek kann am besten von Kollegen und Jugendlichen beschrieben werden. Daher möchte ich, um meine Person zu skizzieren, hier ein paar Stationen meines Lebensweges aufzeigen. Geboren wurde ich 1973 in Troisdorf, wo ich nahe der Siegauen aufwuchs. Meine schulische Laufbahn absolvierte ich am Collegium Josephinum in Bonn. Dem Abitur folgte ein Studium der Sozialarbeit in Köln, meine berufliche Ausrichtung wurde bereits zu diesen Zeiten von jahrzehntelanger Erfahrung in Jugendverbänden geprägt. Nach einer Tätigkeit in einem städtischen Jugendamt, wechselte ich 2000 als pädagogischer Mitarbeiter in die Kath. Jugendfreizeitstätte Rösrath, deren Leitung ich 2002 übernahm.

Ich weiß, welch guten Ruf die Arbeit des JuZe hat und welch großes Engagement dahinter steht. Herr Wondratschek, woher nehmen Sie eigentlich die immer gute Laune und die Kraft?

Der Elan für die Aufgaben des Berufs entspringt langen entspannenden Ausdauerläufen am Rheinufer meiner heutigen Heimatstadt Bonn, wo ich mich noch ehrenamtlich für einen großen Sportverein engagiere.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

(Das Gespräch führte Christa Trué)

  


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JuZe-Leiter Holger Wondratschek JuZe-Leiter Holger Wondratschek