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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 4. Ausgabe Mai 2005

Lust auf ...?

Die Jugend im Mittelpunkt des 2. Deutsch- Französischen Dialogs in Rösrath

Für jeden zwischen 5 und 30 Jahren war etwas dabei in dem Informationspaket, das Rudolf Herrmann, Koordinator des Deutsch-Französischen Jugendwerkes und Moderator des Dialogs im Rösrather Bürgerforum am 24. November 2004 aus Paris an die Sülz mitbrachte.

Unter den rund 90 Veranstaltungsteilnehmern waren circa 30 junge Rösrather, die recht lebhaft ihre Kritik an und ihre Anregungen zu den Projekten der Städtepartnerschaft vortrugen. Was kann Jugendliche zum Mitmachen in der Rösrather Partnerschaft mit Franzosen, mit Belgiern motivieren ?


Auf dem Podium (v.l.n.r.) H. Wondratschek, A. Müller-Daiker, R. Herrmann (Moderator), P. Léger, K.-A. Pfiffer, J. Plasberg

Die Schulen - Keimzellen der Partnerschaft - gehen hier seit Jahren durch den regelmäßigen Austausch ihrer Schüler mit gutem Beispiel voran. Jürgen Plasberg, Leiter der Realschule, wies darauf hin, dass 200 seiner 600 Realschüler Französisch lernen. Klaus-Armin Pfiffer, Lehrer am bilingualen Zweig des Gymnasiums, berichtete über die positive Resonanz der gegenseitigen Schülerbesuche, die neben dem Lebensalltag in den jeweiligen Familien soziale Praktika und Sprachförderung mit einschließen.

Doch was die Pädagogen mit interkulturellem Lernen und Sozialkompetenz bezeichnen, sieht für junge Menschen eher wie ein Pflichtprogramm aus. Wo bleibt die Lust auf...?, z.B.: Begegnungen mit individuellem Charme, gemeinsam Kochen, Fahrradfahrten durch die Partnerschaftsregionen, Teilnahme am Weltjugendtag 2005 in Köln, Inliner-Marathon, Praktika für Berufseinsteiger. Kennenlernen und gemeinsame Aktivitäten waren die Stichworte, die für Holger Wondratschek, Leiter des Jugendzentrums Rösrath, dazu beitragen können, "junge" Projekte innerhalb der Städtepartnerschaft anzuschieben.

Austausch und gegenseitige Besuche sollten auch innerhalb junger Familien mit Kindern ab Vorschulalter stattfinden, schlug Anja Müller-Daiker, Mutter und Unternehmerin aus Rösrath, vor, eine Idee, die beliebige Varianten haben kann. Unsere Freunde aus dem Pays de Gallie, insbesondere Patrick Léger, der Partnerschaftsvorsitzende und Olivier van der Woerd, Beauftragter für Jugendprojekte, sagten zu, möglichst viele Vorschläge der Dialogrunde mit den Rösrathern umzusetzen.

"Keiner hört dem anderen zu, jeder gibt seine Worthülsen ab, absurdes Theater? - Nein, so soll es nicht sein" meinten die Akteure der Theatergruppe des Rösrather Gymnasiums, die auch in diesem Jahr, unter der Leitung von Dr. Hagenberg, frei nach Ionescos "Kahler Sängerin", der Veranstaltung eine besondere kulturelle Note verliehen. Laut Bürgermeister Dieter Happ ist der jährliche Deutsch-Französische Dialog in Rösrath auf dem Weg, eine feste Institution der Stadt zu werden.
Klaus Baldus

  


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