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Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 7. Ausgabe September 2006

Es begann mit Antoine ...

Es begann mit Antoine, der als Austauschschüler im März 2003 in unsere Familie kam. „Was, ein Junge als Austauschpartner? Na hoffentlich fühlt er sich auch wohl bei uns und unseren drei Mädels.“ So war die erste Reaktion bei uns, als wir erfuhren, dass für unsere älteste Tochter ein Junge als Austauschpartner ausgewählt worden war. Aber es sollte sich herausstellen, dass Antoine und seine ganze Familie ein wirklicher Glücksfall für uns wurden. Die Zeit mit ihm, während seines Aufenthalts bei uns, war einfach sehr schön und der dadurch entstandene Kontakt zu seiner Familie eben unser Glück.

Antoine hat auch zwei Schwestern, in dem gleichen Alter wie unsere jüngeren Töchter, und somit fühlte er sich offensichtlich auch in unserer Familienkonstellation ganz wohl. Im Mai 2003 war dann unsere Tochter Lisa im Gegenzug zum Schulaustausch im Pays de Gallie. Schon während des Besuches von Antoine ergab sich die Gelegenheit, hin und her zu telefonieren und so wurden wir zu einem Besuch eingeladen.

Ein halbes Jahr später, im Oktober 2003, machten wir uns auf den Weg nach Chavenay zur Familie Engerand, allerdings mit etwas Grummeln im Bauch. Wir waren ja immerhin zu fünft und man kannte sich ja kaum. Es war aber toll zu erleben, wie gastfreundlich, herzlich und vor allem unkompliziert unsere Gastgeber waren. Der Besuch wurde für uns alle ein Erlebnis. Es folgte dann eine Zeit, in der wir immer mal wieder versuchten, einen Termin für einen Gegenbesuch zustande zu bringen.

Im November 2005 war es dann endlich soweit. Über das lange Wochenende an Allerheiligen kam Familie Engerand komplett zu uns nach Hoffnungsthal. Wir verbrachten gemeinsam, immerhin wieder mit 10 Personen, fünf erlebnisreiche, schöne und unkomplizierte Tage. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass man irgendetwas Besonderes bieten oder organisieren müsste. Wir genossen intensiv diese Zeit, die wir mit einigen Ausflügen, schönen Spaziergängen, spannenden Fußballspielen im Garten, Spielabenden und den vielen Gelegenheiten zu langen und immer lustigen Mahlzeiten an der großen Tafel verbrachten.
Anke Widdig

  


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Familien Engerand und Widdig in Köln