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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 7. Ausgabe September 2006

Die Sprache eines Landes ...
... im Land selbst zu lernen, eine bessere Möglichkeit gibt es nicht

Mein Praktikum hat mich im Juli des Jahres ins Pays de Gallie geführt und war eine tolle Erfahrung. Untergebracht war ich bei der Familie Suquet in Saint-Nom-la-Bretèche, die mir den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestaltet hat. Gearbeitet habe ich in einem Supermarkt (G20). Der Platz an der Kasse erwies sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit selbiger als optimal, um den Kontakt mit den Kunden und die Sprachkenntnisse zu erweitern.

Auch die Anwesenheit von zwei weiteren französischen Mitarbeitern meines Alters hat mich in meiner Sprachentwicklung sehr weitergebracht, da ich mich mit ihnen über alles unterhalten konnte. Im Großen und Ganzen hat mir die Arbeit im Supermarkt sehr viel Freude bereitet. Es wurde mir auch gezeigt, wie man Baguette macht.

Eines der Erlebnisse, die mir wahrscheinlich am längsten im Gedächtnis bleiben werden, ist der Einkauf auf dem größten Markt Europas für Obst, Gemüse, Käse und Fleisch in Rungis. Ich begann den Tag schon um vier Uhr morgens, um dann mit dem Besitzer des Supermarktes in einem Lastwagen nach Rungis südlich von Paris zu fahren. Der Markt beeindruckte durch seine Vielfältigkeit und durch das geschäftige Treiben, schon zu so früher Stunde. Auf dem Markt selbst habe ich gelernt, wie man auf Französisch einen Preis herunterhandelt. Die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ließ mich allerdings erstaunen ...

Natürlich habe ich auch viel gesehen. Auf Einladung meiner Gastgeber hatte ich Gelegenheit, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, wie den Eiffel-Turm, Notre Dame, Louvre und Triumphbogen. Das WM-Endspiel Italien-Frankreich habe ich mit der Familie Suquet und 60.000 weiteren Franzosen in Paris auf einer Groß-Leinwand verfolgt. Anschließend feierten wir den Vizeweltmeister Frankreich.
Titus van Issum

  


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