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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 8. Ausgabe März 2007

De DOZE

Jugendfreizeitstätte in Veurne

Sommer 2006 - zwei Mitglieder des Rösrather YOUgendparlaments und der pädagogische Vertreter Holger Wondratschek machten sich auf, fremde Länder und ihre Kulturen zu erforschen. Ihr erstes Ziel: Brüssel, die 142.000- Einwohner starke Hauptstadt des Landes und Sitz des Europaparlaments. Brüssel hat Touristen viel zu bieten. Angefangen beim Männeken Pis über zahlreiche historische Gebäude bis hin zu unzähligen Chocolatiers und Souvenirläden. Auf unserer Exkursion besuchten wir das historische Gerichtsgebäude und die Innenstadt, um unsere Portemonnaies zu erleichtern und einige der lokalen Spezialitäten zu probieren. Danach mussten wir uns noch um Verpflegung und ein Nachtlager in der Nähe von Veurne kümmern. Ein Supermarkt war schnell gefunden, doch der Campingplatz lag etwas versteckt und so wurde es bereits dunkel, als wir unsere Zelte aufschlugen.

Der nächste Tag sollte dem Kennenlernen der Partnerstadt Veurne und ihrer Menschen und Geschichte gewidmet werden. Nach einem frühen Erwachen aus einer etwas kurzen Nacht genossen wir den sonnigen Morgen bei einem ausgiebigen Frühstück. Das erste Tagesziel war die ortsansässige Jugendfreizeitstätte, genannt: "De DOZE"...

"De DOZE" bietet ihren jugendlichen Besuchern großzügige, überdachte Aufenthaltsmöglichkeiten und ausgedehnte Außenanlagen, einen Basketballplatz, einen Spielplatz, eine Dirtbikestrecke sowie eine große Wiese. Die überdachten Aufenthaltsmöglichkeiten bestehen aus zwei Gebäuden, dem Haupthaus, in dem sich die Verwaltungsräume sowie ein großer und ein paar kleinere Gruppenräume befinden. In einem etwas entfernter liegenden Neubau sind noch drei zusätzliche Gruppenräume für die verschiedenen Alters-klassen. Abgesehen von diesen Dingen bietet die "DOZE" auch zahlreiche Party- und Ferienangebote für Kinder und Jugendliche der verschiedensten Altersgruppen. So war zum Beispiel, als wir ankamen, gerade eine Gruppe 10-12-Jähriger versammelt, die sich wenig später auf eine dreitägige Radtour begab. Alles in allem ist die "DOZE" ein sehr beeindruckendes und recht modernes Jugendzentrum.



Soweit wir das beurteilen können, existiert eine gute Jugendarbeit in Veurne, wodurch der große Andrang auf die dortigen Angebote zu erklären wäre. In unserem Gespräch merkten wir, dass sich der Leiter der "DOZE" Peter de Beir eine enge Zusammenarbeit im Hinblick auf einen Jugendaustausch mit der Partnerstadt Rösrath sehr gut vorstellen kann.

Nach der ausführlichen Führung durch "De DOZE" trafen wir uns mit einem weiteren Ortsansässigen. Wir erhiel-ten eine sehr interessante Führung durch die historischen Gebäude der Altstadt und einen Überblick über die gesamte Geschichte der Stadt, welche nicht gerade einseitig ist. Doch bevor es losging, wurden wir von Herrn Johan den Baes vom Kulturamt und dem zuständigen Beigeordneten der Stadt im alten Gerichtssaal mit einem Gläschen Sekt empfangen. Danach ging es nach einer sehr großzügigen Bewirtung durch die Angestellten des Rathauses zu einer speziellen Führung durch den historischen Stadtkern. Zurzeit unseres Besuches bereitete sich die Stadt gerade auf den Besuch einer noch wichtigeren Gruppe vor, auf den des belgischen Königshauses. Zu diesem Anlass gab es im Rathaus eine Sonderausstellung zum belgischen Königshaus. Nach diesem sehr produktiven Tag ließen wir das Ganze dann noch abends gemütlich beim Grillen ausklingen. Wir besprachen die Eindrücke des Tages und versuchten Ideen zu entwickeln, wie zukünftige Kontakte Jugendlicher aus Veurne und Rösrath gestaltet werden könnten. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf die Heimreise mit einem kleinen Umweg über Frankreich, verbunden mit ein bisschen "Nordseebaden" und "Frisbeespielen". Nach diesem insgesamt sehr erfolgreichen Partnerschaftsausflug arbeiten nun "De DOZE" und das Rösrather YOUgendparlament an einem kleinen Ferienprogramm, das einen gegenseitigen Städtebesuch beinhalten soll.
Malte Gekat und Moritz Kirchner

  

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