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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 13. Ausgabe März 2009

Tschüss, ich wechsle den Alltag

Céline Gérard ist 20 Jahre alt und studiert Betriebswissenschaft. Sie will im nächsten Jahr ein Auslandsstudium in Deutschland absolvieren, hat in der Schule Deutsch gelernt. Trotzdem braucht sie für den Auswahltest, der in Deutsch durchgeführt wird, noch etwas Sprachpraxis.

Da kommt ihr das Praktikumsangebot von Rösrath gerade recht. Dort erwartete sie Anfang September Frau Waltraud Dörner und Tochter. Die Aufnahme auf dem Volberger Berg war herzlich. Am Anfang versteht und spricht Céline wenig. Das Verstehen ergibt sich nach 2 Wochen, bei dem Sprechen dauert es etwas länger. Sie liebt die Sprache. Dörners machen sie mit Land und Leuten bekannt, nehmen sie überall mit hin und trösten sie, wenn sie wieder einmal Heimweh hat. In der Firma Reha Activ im Gewerbegebiet Scharrenbroich durchläuft sie in einem kleinen Betriebspraktikum alle Abteilungen. Ihr Chef, Herr Schulze, nimmt sie zur Einweihung einer Filiale nach Gummersbach mit. Er erklärt ihr den Betrieb und ist ihr gegenüber genau so offen wie gegenüber seinen Mitarbeitern. Die Kontakte fallen ihr leicht. Sie findet, die Rheinländer „leicht zugänglich und echt“. Ihr fällt auf, dass die Mahlzeiten in Deutschland anders sind. Schon um 6 Uhr Abendessen und viel Wurst und Käsebrot. Die Deutschen halten sich mehr an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, müssen mehr Radarfallen fürchten und lassen in punkto Sicherheit nicht mit sich spaßen. Sie trinken Kölsch als Aperitif und ihre Lebensmittelgeschäfte sehen aus wie von Ikea.

Ihren jungen Landsleuten rät sie: „Also, wenn ihr unabhängig und clever seid, keine Angst vor Momenten der Einsamkeit habt, euch gern mit Leuten unterhaltet und das durchsetzt, was ihr wollt, dann fahrt gleich (nach Rösrath).“

  


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