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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 14. Ausgabe November 2009

Weimarer Dreieck

30 Franzosen und Deutsche aus dem Pays de Gallie und aus Rösrath trafen sich am 27.6.2009 in einem französisch-deutschen Begegnungsseminar in Weimar. Das „Weimarer Dreieck“, das 1991 von Deutschland, Frankreich und Polen in Weimar ins Leben gerufene Gesprächsforum, und sein Hineinwirken in die Zivilgesellschaft standen im Mittelpunkt der Gespräche, an denen Gérard Thieser, Präsident der deutsch-französischen Gesellschaften (DFG) in Frankreich, Christine Scheller, Vorsitzende der Weimarer DFG, Fritz von Klinggräf, stellvertretender Generalsekretär des Komitees zur Förderung der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit, Martijn Kalff, Leiter des französischen Kulturbüros in Erfurt und Michael Mohs von der Jakob-Kaiser-Stiftung als Referenten und Gesprächspartner teilnahmen. Die Gespräche brachten Übereinstimmung, dass die Zusammengehörigkeit, wie sie sich zwischen Franzosen und Deutschen, nicht zuletzt auf Grund der Städtepartnerschaften, entwickelt hat, auch den Bürgern in den in den letzten Jahren neu hinzu gekommenen EU-Mitgliedsstaaten vermittelt werden müsse. Die Teilnehmer betrachteten dies auch als Aufgabe der Städtepartnerschaft Pays de Gallie – Rösrath. „Wir wollen das, was wir zwischen Deutschen und Franzosen erreicht haben, auch für Polen möglich machen: Eine Partnerschaft auf der Ebene des einzelnen Bürgers“, so Bernard Vitoux, Gründungspräsident des Comité de jumelage du Pays de Gallie.

Wege der Bewältigung dieser Aufgabe wurden erörtert, so eine gemeinsame Partnerschaft des Pays de Gallie und von Rösrath mit einer polnischen Stadt (Gérard Thieser), deutsch-französisch-polnische Treffen, Kulturaustausche, vor allem das Zusammenbringen der jungen Generation, z.B. durch gemeinsame Aktionen und Jugendbegegnungen, wie sie bereits seit 2006 mit Erfolg praktiziert werden (Fritz von Klinggräf). Leicht wird es nicht sein; aber gemeinsam werden wir es schaffen, das war die Meinung der Seminarteilnehmer. Die Kultur Thüringens und die Entwicklung des Landes kamen in den 4 Tagen nicht zu kurz. Weimar und seine Bauhausausstellung, Jena, die Stadt, ihr Technologiezentrum, ihre Universität und das nach der Wiedervereinigung gegründete Christliche Gymnasium, Erfurt und die thüringische Staatskanzlei waren die Stationen des mobilen Teils des Seminars. Die Abende gehörten der Geselligkeit und dem Gespräch unter Freunden. Im Biergarten der Weimarer Felsenkeller-Brauerei fühlten sich alle wohl, und beim Abschied nach dem Mittagessen auf der Zitadelle Petersberg oberhalb von Petersberg war die am meisten gestellte Frage: „Wann sehen wir uns wieder ?“ Margaret de Fraiteur, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees des Pays de Gallie, gab die Antwort: „Das Gespräch wird im nächsten deutsch-französischen Dialog 2010 im Pays de Gallie fortgeführt“.
Rainer Mauer

  


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