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Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 15. Ausgabe Mai 2010

Au revoir et tot ziens Mijnherr Mauer!

Die festliche Veranstaltung am 22. Januar 2010 im Bürgerforum war dem Anlass angemessen, Rainer Mauer wurde nach achtjähriger Tätigkeit als Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Rösrath verabschiedet. Angereist waren aus dem Pays de Gallie die derzeitige Präsidentin des dortigen Komitees, Margaret de Fraiteur, begleitet von den ehemaligen Vorsitzenden und Freunden Brigite Colleu und Bernard Vitoux, Sigrid und Georges Pasty, Geneviève und Patrick Léger sowie Joelle und Jean-Claude Viaux. Aus Veurne traf ein freundschaftlicher Dankesbrief von Johan den Baes ein. Nachdem Margaret de Fraiteur mit herzlichen Worten ihren Dank für die gute Zusammenarbeit und die wachsende Freundschaft zwischen den Partnern ausgesprochen hatte, wurde Rainer Mauer von Bürgermeister Marcus Mombauer offiziell verabschiedet.



Das alles ist eine Gelegenheit, sich die wichtigsten Höhepunkte dieser achtjährigen Arbeit noch einmal anzusehen. Mit gutem Gespür hat Rainer Mauer der Partnerschaft ein zweites, sehr stabiles Standbein geschaffen, die Einrichtung des Freundeskreises der Partnerschaft, einer Gruppe von an der Partnerschaft interessierten Bürgern, die immer mitmachen bei Festen, die auszurichten sind – und davon gab es viele. So ist der Deutschfranzösische Dialog, der jährlich stattfindet, schon Tradition geworden, der mit aktuellen, spannenden Themen Jung und Alt zu Diskussionen anregt. Studienreisen, gemeinsam mit unseren französischen Freunden, zahlreiche Begegnungen mit Musik, Sport und Kunst, der gemeinsame Besuch deutscher und französischer Schüler in Brüssel, Praktikumsangebote hier und dort gehören zum festen Partnerschaftsprogramm. Nicht zu vergessen die Weinfahrten zu besonderen Orten in Frankreich oder in Deutschland. Der besondere Höhepunkt der deutsch-französischen Partnerschaftsarbeit waren aber unbestritten die Feiern anlässlich des zehnjährigen Jubiläums hier in Rösrath oder in Saint-Nom-la-Bretèche. Gemeinsam mit dem Partnerschaftskomitee, dem Freundeskreis und einer großen Zahl von Rösrather Gruppen hat Rainer Mauer 2008 ein mehrtägiges Programm auf die Beine gestellt, von dem heute noch gesprochen wird. Nicht anders sieht es bei der Partnerschaftsarbeit mit unseren belgischen Freunden in Veurne aus. Außer den traditionellen Besuchen in Veurne oder in Rösrath, den Kunstausstellungen und Treffen der verschiedenen Chöre, den vielen durch die Partnerschaft entstandenen Freundschaften ist ein besonderer Höhepunkt jedes Jahr der Stand auf dem Weihnachtsmarkt, gekonnter Marktmanier ihre belgischen Spezialitäten anbieten. Bei all diesen Aktivitäten erkennt man Rainer Mauers Handschrift. So war es auch sein Verdienst, dass das dreißigjährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Veurne und Rösrath im Mai 2004 mit einer Bürgerfahrt nach Veurne und dem Besuch Veurner Bürger hier in Rösrath mit dem Abschluss in der Aula des Gymnasiums festlich begangen wurde. Es war ihm immer wichtig, viele Vereine, Chöre und Gruppen in die Partnerschaft mit einzubeziehen.

Hier in diesem Journal, das auch auf seine Initiative hin entstand, dürfen nicht die Worte fehlen, mit denen Rainer Mauer sein Amt abgab, nachdem er sich bei allen, seine Frau, die ihm immer tatkräftig zur Seite stand, eingeschlossen, bedankt hat: „Der Partnerschaftsauftrag kostet viel Kraft; aber er bringt noch mehr Freude. Das Ehrenamt ist also in den schwarzen Zahlen. Ich empfinde es als ein Glück, dass ich den Auftrag wahrnehmen und dadurch neue Freunde gewinnen konnte.“ Seinem Nachfolger Kurt Küsgen wünschte er für seine Aufgabe weiterhin die Hilfe, die er selbst erfahren hat.
Christa Trué

  


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