Wappen der Rösrather Partnerstädte

Städtepartnerschaft Rösrath

Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 21. Ausgabe Dezember 2013

Zwei Jubiläen

Nun ist es schon 15 Jahre her, dass Bürgermeister Dieter Happ mit den „Maires“ unserer vier Partnerstädte St. Nom-la-Bretèche, Feucherolles, Chaveney und Crespière im Westen von Versailles die Partnerschaftsurkunde unterschrieben haben. Daraus entstanden ist eine lebendige Freundschaft zwischen den französischen und deutschen Bürgerinnen und Bürgern, vertreten durch die sehr vertrauensvoll zusammen arbeitenden Partnerschaftskomitees in beiden Ländern. Auch das Jubiläumsjahr war geprägt durch gemeinsame Reisen und Besuche. Mit der Bürgerfahrt nach Rösrath im Juni 2013 trafen 44 erwartungsvolle Gäste am 6. Juni in Rösrath ein. Sie wurden von den Gastgebern herzlich empfangen. Es folgte ein langes Wochenende mit Besuchen in Düsseldorf und im Bergischen Land und einige festlichen Stunden. Am Freitag besuchten wir Schloss Benrath – eine sehr gelungene Führung durch den Park und die barocken Gebäude beeindruckte auch unsere Gäste. Dann ging es in die Altstadt – ein zünftiges Mittagessen mit deftiger Rheinischer Kost und Altbier fand regen Zuspruch. Nach einer Führung durch die Altstadt, einem Blick auf die längste Theke der Welt und einem Eis am Ufer des Hochwasser führenden Rheins blieb nur noch Zeit für einen kurzen Blick in den modernen Medienhafen. Natürlich wollten wir die 15 Jahre Freundschaft ein wenig feiern!

Der festlich geschmückte Bürgersaal bot einen schönen Rahmen für die Grußadressen von Bürgermeister Jürgen Bachmann und seinen Kollegen aus Pays de Gallie – Manuelle Wajsblatt aus St Nom und Flamant Denis aus Chavenay hatten es sich nicht nehmen lassen, uns an dem Abend zu beehren. Auch die Gründerväter der Partnerschaft, Bernard Vitoux und Horst Reuver, waren zugegen und wurden von den beiden Partnerschaftsbeauftragen, Margaret de Fraiteur und Kurt Küsgen, herzlich begrüßt. Der festliche Rahmen wurde vor allem geprägt durch die französische Sängerin Colette Alliot – Lugaz, begleitet am Klavier von Dr. Helmut Wilhelm, die Zuhörer waren begeistert. Das abschließende Buffet und die angeregten Gespräche rundeten diesen Abend ab. Viel Geschichte, viel Grün, interessante Führungen – der Samstag begann im Altenberger Dom mit Führung und Orgelmusik. Es folgte eine Führung in Schloss Burg und eine Bergische Kaffeetafel gleich nebenan. Die französischen Gäste waren etwas erstaunt über diese Art Mittagessen, aber nachher waren alle satt und zufrieden. Zum Abschluss besuchten wir dann noch das Klingenmuseum in Solingen – Gräfrath. So konnten wir den Gästen einige Facetten des Bergischen Landes zeigen, aber es bleiben noch viele Ziele für die nächsten Besuche. Der Tag schloss mit einem gemeinsamen Abend mit unserem Freundeskreis, Gästen und Gastgebern und Freunden im Juze. Wir genossen das vorzügliche Buffet unseres Freundeskreises, die musikalische Begleitung durch Frau Ritchie – Krause und Herrn Forsbach und hatten Zeit für Erinnerungen und Anekdoten aus 15 Jahren Freundschaft.



Der Sonntagmorgen führte uns nach Venauen und Eulenbroich, unsere beiden geschichtsträchtigen Herrensitze an der Sülz. Zuerst wurde die bauliche Veränderung bei Chateau Venauen bewundert – und dass die Pays-de-Gallie- Straße nun wirklich existiert und sogar schon ein schönes neues Schild hat. Nach kurzem Fußmarsch konnten wir im Hofe von Haus Eulenbroich einer Jazz – Matinee lauschen, auf Einladung des Lions – Clubs, dem wir für diese Gelegenheit danken. Als Gast von Willy Ketzer war auch Paul Kuhn dort, es war wohl sein letzter Besuch in Rösrath. Wir meinen, dass die Gäste die Heimfahrt mit vielen guten Eindrücken antraten. Es ist immer eine Freude, so liebe Freunde zu Gast zu haben!

Jedes Jahr im Herbst reisen wir zusammen mit unseren französischen Freunden zu besonderen Orten in unseren Ländern, zur Weinkultur oder zur Kultur allgemein. Unsere Freunde aus Pays de Gallie hatten schon lange Berlin als Wunschziel angemeldet, nun haben wir den Wunsch erfüllt. Aus Frankreich reisten 19 Teilnehmer an, aus Rösrath 15, um gemeinsam unsere Hauptstadt ein wenig kennen zu lernen. Für einige war es tatsächlich der erste Besuch in Berlin, für die anderen waren die vielen Veränderungen und Neubauten überraschend.



Der erste Tag brachte einen Überblick mit dem Rundfahrtbus, danach ein recht heftiges Abendessen im Restaurant Zille Markt beim Savigny-Platz. Am Freitag folgten dann Reichstag, Brandenburger Tor, Nikolaiviertel und Museumsinsel mit Pergamonmuseum, gekrönt von einer Schiffrundfahrt durch das Regierungsviertel. Der Samstag führte uns dann zum Wannsee – mit dem Schiff ging es bis Cäcilienhof, dann durch die Russische Kolonie zum Holländischen Viertel in Potsdam.



Danach besuchten wir Schloss Sanssouci mit dem Grabmal des Alten Fritz. Das Abendessen war diesmal unter den Bögen der S-Bahn, bunt und laut, wie Berlin nun mal ist. Zum Abschluss ging es Sonntagmorgen noch zum Gendarmenmarkt und den Hackeschen Höfen. Die meisten traten die Heimreise zufrieden, aber auch leicht erschöpft an. Wir hatten in Berlin nämlich keinen Bus, sondern haben alle Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht. Dank der Fürsorge von Herrn Mohs haben wir niemanden verloren!

Auch unsere Freunde in Pays de Gallie wissen zu feiern! Das jährliche Treffen des Freundeskreise des Comité de Jumelage war dieses Jahr am 16.11. in Feucherolles und stand ganz unter dem Motto der 15 Jahre Partnerschaft mit Rösrath. Rainer Mauer und Kurt Küsgen nahmen als Gäste teil, da sie ohnehin zwecks Lieferung der Christstollen usw. für die Weihnachtsmärkte dort waren. Die Bürgermeister Loisel aus Feucherolles, Wajsblatt aus St. Nom und Ballarin aus Crespiere nahmen sich viel Zeit für diesen Abend. Alle Gäste lauschten mit großem Interesse und Anerkennung dem Rückblick von Margaret de Fraiteur und ihrem Team auf unsere gemeinsame Arbeit in den vergangenen 15 Jahren. Erst spät nach Mitternacht wurde das köstliche Spanferkelessen durch den kerzengeschmückten Nachtisch gekrönt. Nach diesem ereignisreichen, aber auch sehr beglückenden Jahr 2013 freuen wir uns schon auf die Bürgerfahrt nach Pays de Gallie im Juni 2014 und eine gemeinsame Weinreise nach Franken im Herbst. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt und geholfen haben.
Kurt Küsgen

  



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