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Journal-Archiv · Rösrather Partnerschaftsjournal · 23. Ausgabe Dezember 2015

Vom Rheinauhafen nach Nümbrecht und mehr

Alle zwei Jahre machen sich unsere Freunde aus dem Pays auf den Weg zur traditionellen "Bügerfahrt" nach Rösrath, so auch in diesem Jahr. Mit einem herzlichen Bienvenue empfingen wir die 40 Gäste zu einem dreitägigen Besuch am frühen Abend des 28. Mai 2015. Wie üblich waren sie mit dem Bus angereist. Die Wiedersehensfreude war groß, kein Wunder bei der Vielzahl vertrauter Gesichter und bei den Freundschaften, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Dementsprechend wurde auch der erste Abend dem tête à tête in den Familien der Gastgeber, oft in erweiterter Runde gewidmet.

Der diesjährige "Köln-Tag" startete mit einer Führung durch den Rheinauhafen und bot bei angenehmen Wetter unseren Gästen und den zahlreich erschienenen Gastgebern ein gelungenes Bild moderner Architektur auf dem Boden historischer Stätten. Symbolisch für diese Verbindung sind die drei herausragenden Kranhäuser, die optisch nur noch vom Kölner Dom überragt werden. Am Schokoladenmuseum vorbei führte der Weg, unterbrochen von einer Kurzvisite in der romanischen Kirche Sankt Maria im Kapitol, zur Malzmühle, einem Kölner Brauhaus mit Kultcharakter, in dem 1998 schon Bill Clinton eingekehrt war. Nach einem herzhaften Imbiss kölscher Art erholten sich die "Wanderer" bei einer einstündigen Bootsfahrt entlang des Rheinufers und ließen die Sehenswürdigkeiten der Stadt vom Wasser aus auf sich einwirken. Den Nachmittag schloss ein Besuch der restaurierten FLORA und des botanischen Garten ab. Zurück in Rösrath traf man sich am Abend wieder in familiärer Entourage, um die freundschaftlichen Bande zu pflegen bei Kölsch, Wein und ganz sicher auch bei leckeren Spargelvariationen, denn wir hatten ja noch Spargelzeit.

Das Samstagprogramm führte ins Oberbergische nach Nümbrecht und begann mit einer Führung durch das renovierte Schloss Homburg, bei der die regionale Geschichte derer von Sayn-Wittgenstein-Homburg mit allen kulturgeschichtlichen Facetten veranschaulicht wurde. Nach einem ortstypischen Mittagsimbiss in der nahe gelegenen Holstein's Mühle war das nächste Ziel Marienberghausen, ein kleiner idyllischer Ort unweit von Nümbrecht, in dem auch der Komponist Humperdinck gelebt und gearbeitet hat. Unser Besuch galt der dortigen Kirche, einer der 5 "Bunten Kirchen" der oberbergischen Region. Die hier enthaltenen farbigen Wandmalereien wurden erst durch umfassende Restaurierungen vor ca. 100 Jahren wieder sichtbar. Sie waren im Zuge der Reformation auf Erlass derer von Sayn-Wittgenstein im Jahre 1620 weiß übertüncht worden. Ein musikalisches Intermezzo von Frau Wanner auf der Orgel de manufacture d'orgues Mühleisen aus Straßburg ließ die interessante Besichtiging ausklingen.

Traditionsgemäß beendet wurde der ereignisreiche Tag mit einer festlichen soirée im JUZE. Ca. 130 Gäste, unter ihnen Bürgermeister Mombauer und Gattin machten ihre Aufwartung. Das aus unserem Freundeskreis zusammengestellte und vorgelegte Buffet konnte höchsten Ansprüchen durchaus gerecht werden. Dank allen, die daran beteiligt waren und mitgeholfen haben. Musikalische Einlagen, Bild- und Wortbeiträge, sowie ein in der Tat kommunikatives Ambiente trugen darüber hinaus zu einem runden Erlebnis bei.

Auch für den Ausklang des Besuches unserer französischen Freunde bahnte sich am Rückreisetag, Sonntag 31. Mai, ein nicht erwartetes Highlight an. Das Stichwort lautet "Lucien Rosengart" und seine Welt der Automobile. Gerne verweise ich diesbezüglich auf den Beitrag von Rainer Mauer. Liebe Partnerschaftsfreunde, das war es. Auf Wiedersehen in 2016(?), dann im Pays de Gallie!
Klaus Baldus






  



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