Wappen der Rösrather Partnerstädte

Städtepartnerschaft Rösrath

Archiv · Mai 2016

Bürgerfahrt nach Pays de Gallie vom 26. bis 29. Mai

Bei sonnigem Wetter startete der Bus am Fronleichnamsmorgen in Rösrath zur gemeinsamen Bürgerfahrt nach Frankreich. Angesagt hatten sich 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter einige, die die Reise zum ersten Mal machten. Wohlbehalten kamen wir an und wurden, wie immer, herzlich von unseren französischen Partnerschaftsfreunden empfangen und aufgenommen. Traditionsgemäß galt der erste Abend dem Wiedersehen oder dem Kennenlernen in privatem Familienkreis. Unsere Gastgeber hatten ein einzigartiges und abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das sie uns, dank Margarete d. F., illustriert und detailliert vorab vorgestellt haben. Der 2. Reisetag begann mit einer „Entdeckungs-Rallye“ (rallye-découverte). Organisiert in kleinen Gruppen gingen Deutsche und Franzosen per Auto oder zu Fuß auf Erkundungskurs, um mehrere, auch historisch bedeutsame Ortschaften im Umkreis unserer Partnerschaftsgemeinden näher kennenzulernen. Nach dem Motto „wer sucht, der findet“,



wurden für jeden Ort Fragen gestellt, die es zu beantworten galt. Eine derartige Übung hielt Kopf und Körper in Schwung. Zur Erleichterung waren alle Fragen und Hinweise auch in deutscher Sprache verfasst. So lautete eine Frage: welche „ruhende“ Skulptur des Ortes Maule steht im parc de Verdure?



Aha, das ist sie, die Frau mit dem Kinde! Wer sie fand, konnte für sein Team einen Pluspunkt verbuchen. Natürlich sollten am Ende der Veranstaltung die glücklichen Gewinner ermittelt werden. Oder etwa eine Feinschmeckerfrage: welche Köstlichkeit hat der Chocolatier „Colas“ als Osterüberraschung 2016 ausgewählt?



Voilà die Arche Noah als Riesen-Schokoladenei! Nach den vielen Kopf- und Körperbewegungen wurde den Gästen von ihren Gastgebern in Herbeville ein Mittagspicknick serviert, das wohltat zur Vorbereitung des 2. Teils der Erkundungsexkursion. Die Arche Noah beschäftigte uns an diesem Tag auch weiterhin, allerdings nicht in Richtung „süße Verführung“, sondern in Form einer großartigen Kunstausstellung, die Bürgermeister Denis Flamant und der französische Partnerschaftsvorsitzende Georges Pasty in Chavenay um 19.00 h eröffneten.



Die Idee zu diesem Projekt, das thematisch die bedrohten Tierarten fokussiert, kam von Francis Pagès, einem französischen Künstler, der auch schon in Rösrath ausgestellt hat. Koordination, Gestaltung und Durchführung lagen in den Händen von Sigrid Pasty, Grundschulkindern und –lehrern aus dem Pays de Gallie und Rösrath, sowie von erwachsenen Künstlern aus beiden Ländern unserer Partnerschaft.



Ziel der gemeinschaftlichen Aktion war es, die Kreativität der Kids zu fördern, sowie Kinder und Erwachsene in einer Ausstellung zusammen zu bringen Um eine Nachhaltigkeit dieser tollen künstlerischen Veranstaltung zu ermöglichen, wird diese Ausstellung auch in Rösrath präsentiert werden, und zwar im Mai 2017 anlässlich der Bürgerfahrt der französischen Freunde zu uns.

Der 3. Reisetag führte uns im Bus in das Seinetal, im Norden des Großraums Paris, nach Schloss „La Roche-Guyon“, das eingebettet in einem Kreidefelsen liegt. Das ganze Gebiet hat mit seinen malerischen Landschaften viele Maler inspiriert, auch Claude Monet, und ist eine Schatztruhe für Abteien, Schlösser, typische Dörfer und Museen. „La Roche-Guyon“ hat eine bewegte Geschichte, wie uns die geführte Besichtigung zeigte. Die Familie „La Rochefoucauld“ erhielt 1622 die Herzogswürde. Im 19.Jhdt. kamen Dichter wie Hugo, Lamartine zu Besuch. Feldmarschall Rommel hatte hier 1944 sein Hauptquartier.



In der Mittagszeit erwartete uns in der Bergerie de Villearceaux, umgeben von allerlei Kunst, ein rustikales Buffet mit Bio-Produkten.



Die anschließende Führung durch die Domäne von Villearceaux mit einem 70 Hektar großen Park und herrlichen Sichtaxen veranschaulichte die Vielfalt in der Entwicklung der Gartenkunst.



Der Samstagabend war nach bewährter Tradition einem festlichen Abendessen gewidmet, diesmal im Salon „Joe Dassin“, dem musikalischen Sohn von Feucherolles, der den bekannten „Ohrwurm“….oh, Champs Elysées…..komponiert und gesungen hat. Die Stimmung unter den mehr als 100 Gästen war hervorragend, die Gewinner der Rallye vom Vortag wurden ausgezeichnet, das in eigener Regie zubereitete Festmenu war in der Tat formidable. Am 4. Reisetag begann peu à peu die Rückreise mit einem Zwischenstopp in der Domäne Chantilly mit seinem respektablen Schloss, den riesigen Parkanlagen und seinem barocken Hippodrom. Nach einem geführten Rundgang durch das Schloss traf man sich im Schlossrestaurant zu einem Imbiss und um einer weiteren Spezialität des Hauses zu huldigen: der crème Chantilly (Schlagsahne), die vor unseren Augen angerichtet wurde.



Lecker, lecker.. meinten auch Uta und Julius. Dann hieß es Abschied nehmen!



Am Abend gegen 21.00 h waren wir zurück in Rösrath, etwas müde aber guter Stimmung. Ein erlebnisreiches, verlängertes Wochenende mit Freunden lag hinter uns. Dank allen Gastgebern für diese schöne Zeit! Margaret, Sigrid und Georges danken wir insbesondere für ihr facettenreiches Programm und ihr unermüdliches Engagement. Au revoir à Rösrath
Klaus Baldus